Pressemitteilung   |   25.05.2017

Mythen und Behauptungen über Wirtschaftswachstum und Degrowth

Konzeptwerk veröffentlicht neue Publikation

Kaum etwas beschäftigt Politiker und Wirtschaftsexpertinnen so sehr wie das Wirtschaftswachstum: Wie groß wird es? Wie viel braucht es, damit die Arbeitslosigkeit zurückgeht? Welche Politik schafft am meisten davon? Wie viel Soziales und wie viel Ökologie verkraftet das Wachstum?

Unter dem Titel „Kein Wachstum ist auch (k)eine Lösung“ erscheint auf dem Kirchentag eine neue Broschüre, die beliebte Behauptungen über Wirtschaftswachstum unter die Lupe nimmt. Die Publikation geht dabei sowohl auf Mythen rund um wachsende Ökonomien ein als auch auf falsche Vorstellungen über Alternativen zum Wachstumskurs. Das Heft wird auf dem Kirchentag vom Autorenteam des Konzeptwerk Neue Ökonomie sowie den Herausgebern von der Rosa-Luxemburg-Stiftung präsentiert.

Ulrich Brand, Professor für Internationale Politik an der Universität Wien, der als Sachverständiger Mitwirkender in der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestages war, betont die Wichtigkeit der Publikation in der aktuellen politischen Landschaft: „Trotz aller Differenzen scheint es einen wirtschaftspolitischen Konsens unter den Parteien zu geben: die Orientierung an einem möglichst hohen Wirtschaftswachstum. Die Broschüre hinterfragt sehr kompetent dieses Dogma und öffnet damit den Raum für Alternativen jenseits der kapitalistischen Wachstumszwänge.“

Das Heft gliedert sich in zwei Teile: Zunächst werden populäre Irrtümer über das Wachstum widerlegt, etwa „Ohne Wachstum nimmt die Arbeitslosigkeit zu und die Sozialsysteme brechen zusammen“, „Grünes Wachstum ist der Ausweg“ oder „Die Krise in Europa kann nur mit Wachstum beendet werden“. Im zweiten Teil geht es darum, landläufige Vorstellungen zu Degrowth zu entkräften – etwa dass pauschal das Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts gefordert werde oder dass man in die Vergangenheit zurück wolle.

Die Broschüre wurde vom Leipziger Konzeptwerk Neue Ökonomie verfasst, das sich laut Brand „in wenigen Jahren zu einem der wichtigsten Bildungsakteure und Denkfabriken für wirtschafts- und gesellschaftspolitische Alternativen entwickelt hat.“ Die Publikation erscheint in der Reihe „luxemburg argumente“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

 

Kontakt

Kai Kuhnhenn
k.kuhnhenn@knoe.org

Christopher Laumanns
c.laumanns@knoe.org

Sie finden das Konzeptwerk auf dem Kirchentag:
Messehalle 1.2a, Platz 10

Über das Konzeptwerk Neue Ökonomie

Das Konzeptwerk setzt sich für eine soziale, ökologische und demokratische Wirtschaft und Gesellschaft ein. Es eröffnet Bildungs- und Austauschräume rund um Themen des sozial-ökologischen Wandels und will zeigen, dass alternative Wirtschaftsformen schon heute existieren und als Anknüpfungspunkte für diesen Wandel dienen.

 

Pressekontakt

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