Pressemitteilung   |   16.11.2017

„Sorge-Arbeiten müssen im Zentrum der Wirtschaftspolitik stehen.“ +++ Konferenz diskutiert Alternativen zum aktuellen Gesundheitssystem

Leipzig – Vom 17. bis 19. November findet in Leipzig die Konferenz „Für den Wandel sorgen“ statt. Ziel der Veranstaltung ist es, Sorge-Arbeit sichtbar zu machen und zu diskutieren, wie sie so organisiert werden kann, dass sie gerecht verteilt und angemessen erledigt werden kann. „Sorge-Arbeit“ bezeichnet Tätigkeiten, die für die Erfüllung grundlegender menschlicher Bedürfnisse nötig sind, etwa im Gesundheitsbereich und in der Bildung, aber auch Hausarbeit.

Andrea Vetter, Mitorganisatorin der Konferenz, betont die wirtschaftliche Bedeutung von Sorge-Arbeit: „Sorge-Arbeit, wie das Kümmern um kleine oder alte Menschen, Kochen oder Reparieren ist die Grundlage einer jeden Wirtschaft. Ohne diese Tätigkeiten ist weder ein gutes Leben möglich, noch die Produktion von Industriegütern. Daher müssen Sorge-Arbeiten im Zentrum der Wirtschaftspolitik stehen. Wie das aussehen kann, werden wir auf der Konferenz diskutieren. Dafür kommen Sorge-Arbeitende, Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen zusammen.“

Jonathan Rentsch von Care Revolution Leipzig ergänzt: „Laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes ist über die Hälfte der Arbeit in Deutschland unbezahlte Sorge-Arbeit. Von dieser unbezahlten Arbeit leisten Frauen durchschnittlich zehn Stunden pro Woche mehr als Männer. Sorge-Arbeit gerecht zu verteilen, heißt also auch, die Geschlechterverhältnisse zu verändern.“

Die Konferenz „Für den Wandel sorgen“ findet in der Nachbarschaftsschule in Lindenau statt. Sie wird gemeinsam von Care Revolution Leipzig und dem Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V. organisiert. Ein Ziel der Veranstaltung ist es, die Debatten um Sorge-Arbeit und eine Postwachstumsökonomie zu verbinden. Es werden 150 Teilnehmende erwartet, die ein vielfältiges Programm mitgestalten können. Neben Workshops und Podiumsdiskussionen gibt es auch viel Raum für Austausch. Eine Kinderbetreuung und ein buntes Kinderprogramm ermöglichen auch Eltern den Besuch. Über die Höhe ihres finanziellen Beitrags können die Teilnehmenden selbst entscheiden. Es besteht die Möglichkeit, an einzelnen Veranstaltungen teilzunehmen.

„Für den Wandel sorgen – MitMachKonferenz“

Wann? 17. – 19. November 2017

Wo? Nachbarschaftsschule (barrierefrei) in Leipzig-Lindenau, Gemeindeamtstraße 8-10.

 

Kontakt

Andrea Vetter, Konzeptwerk Neue Ökonomie

0173 1579802

a.vetter [at] knoe.org

Programm der Konferenz: degrowth.de/mitmachkonferenz-fuer-den-wandel-sorgen/programm/

Über das Konzeptwerk Neue Ökonomie

Das Konzeptwerk setzt sich für eine soziale, ökologische und demokratische Wirtschaft und Gesellschaft ein. Es eröffnet Bildungs- und Austauschräume rund um Themen des sozial-ökologischen Wandels und will zeigen, dass alternative Wirtschaftsformen schon heute existieren und als Anknüpfungspunkte für diesen Wandel dienen.

 

Pressekontakt

Christopher Laumanns

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