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#5 trans*feministischer Arbeitskampf und Selbstorganisierung

Wie Sexarbeiter*innen sich unterstützen

In der fünften Folge sprechen wir mit Schotter von Trans*Sexworks über die Selbstorganisierung von trans* Sexarbeiter*innen. Wir fragen uns: Wie kann in einem prekarisierten und stigmatisierten Arbeitssektor kollektive Organisierung stattfinden – was können wir von und miteinander lernen?

Außerdem blicken wir in den News auf die Zusammenkürzungen des „Fonds Sexueller Missbrauch“, und schauen auf einen Streik in der Branche „Textile Dienste“. In dieser Folge lesen wir auch für euch. In der Vision stellen wir das Buch „Everything for Everyone: An Oral History of the New York Commune“ (M.E. O’Brien & Eman Abdelhadi) vor.

Ihr wollt uns Feedback geben? Dann schreibt uns an: ⁠care@knoe.org⁠

News

⁠Petition zum Erhalt des Fonds Sexueller Missbrauch⁠

Interview

⁠Trans*Sexworks ⁠(@tswberlin)

Vision

⁠M.E. O’Brien und Eman Abdelhadi (2022): Everything for Everyone: An Oral History of the New York Commune. Common Notions.⁠

Paula Blömers über das Buch (⁠kritisch-lesen.de⁠): ⁠Die Zukunft erzählen⁠

Musik

Rihanna: Work

Scott Holmes Music: Positiv and Fun ⁠https://freemusicarchive.org/music/Scott_Holmes/⁠

Tim Taj: Upbeat Happy https://freemusicarchive.org/music/timtaj/positive-corporate-music/upbeat-happy/

***

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch die Heidehof Stiftung, die Anstiftung und die Stiftung Menschenwürde und Arbeit.

© 2025. This work is openly licensed via ⁠CC BY-NC 4.0 DEED

#4 Erzieher*innen am Limit

Wie sie für bessere Versorgung in Sachsen kämpfen

Wie geht es Erzieher*innen in Sachsen? Unter welchen Bedingungen leisten sie ihre Arbeit und vor allem: Wie organisieren sie sich, um Kürzungen im sozialen Bereich entgegenzutreten?


In der vierten Folge sprechen wir mit Maria, selber Erzieherin und verdi-Aktive, über die Situation von Erzieher*innen in Leipzig und Sachsen. In Leipzig gab es in den letzten Monaten Proteste von Erzieher*innen und Eltern für bessere Personalbemessung, bessere Betreuungsschlüssel und gegen Kürzungen. Wir finden heraus, was Erzieher*innen fordern, welche Kraft in Bündnissen liegt und welche Rolle Gewerkschaften in ihren Arbeitskämpfen spielen.

Außerdem schauen wir in den News auf den Streik der Lieferando-Riders in Leipzig und thematisieren die jüngsten Kürzungen von Beratungsprojekten von queeren Geflüchteten in Sachsen. In der Vision erzählt uns Marie von der Initiative #LiegendDemo, wie eine gute Versorgung von Personen mit me/cfs und long covid aussehen könnte.

Du bist selbst als Erzieher*in tätig? Du hast Freund*innen, die sich für bessere Bedingungen in den Kitas einsetzen wollen? Dann komm’ zum monatlichen Stammtisch für alle Kolleg*innen in den Sozial- und Erziehungsdiensten in Leipzig und Umgebung: Jeden 3. Donnerstag im Monat im Volkshaus (Karl-Liebknecht-Straße 30-32, 04107 Leipzig)!

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News

Pressemitteilung von RosaLinde e.V.

Einladung zur Demonstration von RosaLinde e.V.

Petition: Sachsen – Rettet queere Integrations- und Beratungsstellen!

Artikel: Die Schattenflotte kommt (kreuzer online)

Interview: Lieferando-Betriebsrat: „Unser Chef ist faktisch die App“

Tarifmeldung (DGB): Streik bei Lieferando in Leipzig: Beschäftigte fordern bessere Arbeitsbedingungen

Interview

Maria ist Erzieherin aus Leipzig und bei ver.di organisiert.

Vision

Liegenddemo (Instagram)

Bei Fragen & Interesse an der Ausstellung, meldet euch unter hausbesuche.exhibition@gmail.com

Weitere Infos zu me / cfs

mecfs-info.de:: Infoportal für Betroffene, Angehörige und medizinisches Personal

Sondersendung zu ME/CFS (radio dreyeckland) (60 min)

PIER Schleswig-Holstein e.V.

Artikel: Mit Me kämpfen,gegen ME kämpfen (AK Web)

Content note: Suizid, Sterbehilfe

Artikel: Wenn nur der Suizid als Ausweg erscheint (taz)

Musik

Rihanna: Work

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Tim Taj: Upbeat Happy https://freemusicarchive.org/music/timtaj/positive-corporate-music/upbeat-happy/

***

Gefördert durch die Heidehof Stiftung, die Anstiftung, die Stiftung Menschenwürde und Arbeit und das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung.

Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des*r Autor*in bzw. der Autor*innen und spiegeln nicht zwingend die des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung wider. Das Staatsministerium kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden.

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#3 Gemeinsam kämpfen und als community organisieren

Au-pairs gegen die Abwertung von Sorgearbeit

Wie sieht der Arbeitsalltag von Au-pairs aus? Unter welchen Bedingungen arbeiten sie in Deutschland? Und wie organisieren sich Au-pairs gemeinsam für eine Aufwertung ihrer Sorgearbeit?

In dieser Folge sprechen wir mit Maria und Janet von Bloque Latinoamericano Berlin. Janet teilt mit uns ihre Erfahrungen als Au-Pair und Care-Arbeiterin und wie sie zuerst alleine online andere Au-pairs unterstützen wollte und dann Bloque Latinoamericano gefunden hat. Maria zeigt uns, wie sich Au-Pairs organisieren und welchen Herausforderungen und strukturellen Problemen sie sich stellen müssen. Die beiden nehmen uns mit in ihre Community und Lebenswelt und zeigen uns, was wir in Sachsen von ihnen lernen können und was ihr Arbeits- und Lebensbedingungen verbessern würde.

Wir lernen über Care-Arbeit von Au-pairs, die romantisiert und als „kultureller Austausch“ beschönigt wird – während Au-pairs, meistens migrantische Frauen, oft viele Überstunden machen müssen und nur 280 EUR Taschengeld erhalten. Gemeinsam schauen wir uns an, wie die Sorge-Arbeiterinnen mit Isolationsgefühlen umgehen und diese brechen, was sie brauchen, und wo Feminst*innen und Gewerkschaften aus dem globalen Norden dringend hinschauen sollten, damit aus dem vereinzelten Kampf ein kollektiverer wird.

Außerdem geht es in den News um die Tarifrunde der Länder und des Nahverkehrs und um die Belastung Sächsischer Lehrkräfte. In der Vision stellt Clara die Sonti* e.V. vor – ein Verein aus Leipzig.

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Intro

Zentrale Anlaufstelle für Betroffene von Diskriminierung in Sachsen

Beratungsstelle in Dresden: Ausländerrat

Studie: Au-pairs in Deutschland und weltweit. Entwicklungen und Trends im Deutschen Au-Pair Wesen (Dr. Walter, 2025)

Artikel: Wie Au-Pairs in Deutschland leben

News

#LeipzigStehtZusammen

GEW-Sachsen: Studie entzieht dem Maßnahmenpaket jede Grundlage

MDR: Studie zeigt Das sind die Zeitfresser und wirklichen Arbeitszeiten von Lehrern in Sachsen

Interview

Maria und Janet engagieren sich bei Bloque Latinoamericano Berlin, insbesondere bei „Trabajo Migrante“. Innerhalb dieser Gruppe beschäftigen sie sich mit den Arbeitsbedingungen von Migrant*innen aus Abya Yala, die in Berlin leben, und wie diese verbessert werden können. Aktive von Bloque reisen auch durch Deutschland, um Migrant*innen an verschiedenen Orten dabei zu unterstützen, Gruppen und Initiativen aufzubauen.

Ein Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Vernetzung und dem Empowerment von ehemaligen und aktuellen Au-Pairs.

Website

Instagram

Vision

Sonti* e.V.

Instagram

Musik

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#2 Pflegende Angehörige

Zwischen fehlender Anerkennung und Care-Arbeitskäm

Wie ist der Arbeitsalltag von pflegenden Angehörigen? Vor welchen Hürden stehen sie? Was muss sich ändern, damit sie weniger belastet sind und Kinder gut versorgt sind?

In der zweiten Folge der zweiten Staffel sprechen wir mit Halina Jordan, Autorin, Aktivistin, Mutter. Halina erzählt von ihren Erfahrungen mit Behörden in Sachsen und dem schweren Weg, um für ihr Kind mit Behinderung einen passenden Schulplatz zu finden. Sie nimmt uns mit in ihren Alltag und die viele Care-Arbeit, die anfällt und zum Burn-Out führt. Gemeinsam gehen wir den Fragen nach, was diese unbezahlte Care-Arbeit mit Gewerkschaften zu tun hat und was es braucht, damit aus dem vereinzelten Kampf für gute Versorgung ein kollektiverer wird.

Außerdem geht es in den News um die Pläne der Bundesregierung, Pflegegrad 1 zu kürzen und die Kitaproteste in Leipzig. In der Vision stellt Thùy Linh das Netzwerk und die Bildungsplattform viet.care vor.

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Shownotes

News

Petition „Keine Kürzungen im Leipziger Kitabereich – für gute Betreuung und Bildung unserer Kinder!“ (abgeschlossen)

Deutschlandfunk Kultur: Kita-Chaos: In Sachsen schließen Kitas, in Bremen gibt es zu wenige Plätze

Correctiv: Kein Geld mehr für leichte Pflegefälle

Taz: Kürzung ersten Grades

Stiftung ZQP: Pflegende Angehörige in Deutschland

Pflege.de: Pflegegrad 1: Geld, Leistungen und Voraussetzungen

Sozialverband VdK: Pflegegrad 1 abschaffen? – Warum das keine gute Idee ist

SoVD: Pflegegrad 1 nicht streichen!

Interview

Halina Jordan ist Soziologin, Autorin und Lehrkraft – aber vor allem queere Riot-Mama, die für Inklusions-Awareness in feministischen Communities (aus-)brennt.

Website

Instagram

Hier für Halinas Newsletter anmelden!

Vision

viet.care: Instagram

Begriffserklärungen

Pflegende Angehörige sind alle, die eine nahestehende pflegebedürftige Person regelmäßig unterstützen. Das können z.B. Freund*innen, Nachbar*innen, Familienangehörige, Partner*innen sein, die die Person Tätigkeiten wie Ernährung, Körperpflege, einkaufen, putzen, Finanzen, Alltagsgestaltung übernehmen. Die Tätigkeiten finden nicht nur zu Hause sondern z.B. auch im Pflegeheim statt. (Quelle: https://www.zqp.de/schwerpunkt/pflegende-angehoerige/)

Musik

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Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des*r Autor*in bzw. der Autor*innen und spiegeln nicht zwingend die des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung wider. Das Staatsministerium kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden.

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#1 Feministischer Arbeitskampf

Kraft durch Bündnisse?

Wir starten in die zweite Staffel! In dieser beschäftigen wir uns mit feministischer Gewerkschafts- und Bündnisarbeit. Wie können (queer-)feministische Arbeitskämpfe dazu beitragen, dass Sorgearbeit mehr gesellschaftliche Anerkennung findet?
In der ersten Folge steigen wir in das Themenfeld „feministische Gewerkschaftsarbeit“ ein – im Gespräch mit zwei Personen, die Erfahrung in der Bündnisarbeit mit der Gewerkschaft ver.di haben. Wir wollen herausfinden: Welche Bündnisse zwischen Beschäftigten und feministischen Aktivist*innen gab es schon? Wie sind Gewerkschaften und Feminismus miteinander verbunden? Was sind gemeinsame Ziele und Visionen?

Außerdem blicken wir in den News nach Großbritannien, wo ein Urteil des Obersten Gerichtshofs scharf kritisiert wird, und schauen auf den Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung. In der Vision stellt Franzi Helms die neu gegründete Carewerkschaft LUA – die Liga für unbezahlte Arbeit – vor.

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Shownotes

News

Amnesty International: Deutschland: Koalitionsvertrag bricht mit zahlreichen Menschenrechten

Bundesverband Trans e.V.: Presseerklärung zum Koalitionsvertrag

GEW: Koalitionsvertrag im Check

IDZ-Jena: Broschüre Organisierte Trans*feindlichkeit

Koalitionsvertrag der Bundesregierung: Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD

Them.us: Four Major U.K. Pride Marches Have Banned Political Parties From Participating

Erklärung „Wir sind das bunte Hinterland: Gemeinsame Erklärung für ein queeres und vielfältiges Ostdeutschland.“

Chronik.le: Podcast-Folge 39: Queer b2b Antifa

Übersicht über CSD-Termine in Deutschland

Broschüre Zukunft für alle

Interview

Ariane (Ver.Di Stuttgart: ariane.raad@verdi.de)

Aktionsbündnis 8. März Stuttgart (@aktion_frauen)

Tabea (@LeipzigStehtzusammen, Linktree)

Film „Kita, Bürgeramt, ÖPNV: Wir halten Leipzig am Laufen“

Veranstaltungsreihe „Wann treffen wir uns?“

Buch „Die Optimistinnen“ von Gün Tank

Vision

Liga für unbezahlte Arbeit (LUA)

Begriffserklärungen

TVöD: Der TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst) gilt für rund 2,5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst, sowohl bei Bund als auch bei Kommunen. Dazu gehören Angestellte und Beamte in verschiedenen Bereichen wie Verwaltung, Polizei, Schulen und Universitäten, Pflege, Feuerwehr und vielen anderen öffentlichen Aufgaben.

TVL: Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) gilt für rund 2,5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder. Das umfasst eine Vielzahl von Berufen und Tätigkeitsbereichen, darunter Angestellte in öffentlichen Verwaltungen, Schulen, Universitäten, technischen Einrichtungen, Krankenhäusern, Bibliotheken und mehr.

Hinweis: Bevor 2005 der TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst) und 2006 der TV-L (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder) in Kraft trat, galten für Bund, Länder und Kommunen einheitliche Tarifverträge. Dies war der Bundes-Angestelltentarifvertrag (BAT) und der Bundesmanteltarifvertrag für Arbeiter und Arbeiterinnen (MTArb). Die Trennung von TVöD und TV-L im öffentlichen Dienst wird dafür kritisiert, dass sie zu Ungleichbehandlung in Bezug auf Bezahlung (Die Entgelttabelle des TvÖD liegt über der des TVL) und Arbeitszeit (im TV-L arbeiten die Kolleg*innen länger), geringerer Durchsetzungskraft der Beschäftigten sowie Ungerechtigkeit (unterschiedliche Wochenarbeitszeiten) führt. Eine Vision ist ein Tarifvertrag für alle Beschäftigten zu haben.

Musik

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Gefördert durch die Heidehof Stiftung, die Stiftung Menschenwürde und Arbeit und das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des*r Autor*in bzw. der Autor*innen und spiegeln nicht zwingend die des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung wider. Das Staatsministerium kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden.

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#12 Wege in die Sorgende Stadt.

Mit der Poliklinik, Eisi für alle & AuPair Repair

Welche Infrastrukturen braucht es in der Sorgenden Stadt? Was heißt ganz konkret die Sorgebedürfnisse aller Menschen in den Mittelpunkt zu rücken? Und wie müsste Care-Arbeit, die aktuell ausgebeutet und schlecht bezahlt wird, darin anders organisiert werden? In dieser Folge hört ihr die Aufnahme unseres Live-Podcasts am 31. Januar im Ost-Passage Theater in Leipzig. Gemeinsam mit Alina von der Initiative „Eisi für Alle“, Eli von der Initiative „AuPair Repair“ und Mai von der Poliklinik Schönefeld sprechen wir über die Wege in die Sorgende Stadt.

Ein großes Danke an dieser Stelle an alle helfenden Hände und Unterstützer*innen, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben!

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Shownotes

Interview

Eisi für Alle

AuPair Repair

Poliklinik- Solidarisches Gesundheitszentrum Leipzig e.V.

Ost-Passage Theater

Akafem

Weitere Infos

Folge von Kein Ding „AuPair Arbeit – Ein Manifest gegen die Ausbeutung“

Interview mit AuPair-Repair: „Als Gesellschaft sollten wir nicht eine Frau empowern, indem wir eine andere unterdrücken“

Broschüre Zukunft für alle

Musik

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Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autor*innen und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.

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#11 Alternative Wirtschaftsmodelle, Ostdeutschland und die Transformation.

Mit Delal Atmaca

Wie können wir für unseren Bedarf – auch über Krisenzeiten hinaus – sorgen? Wie kann die Produktion von Gütern und Dienstleistungen so organisiert werden, dass alle Arbeiter*innen mitbestimmen können? Und in welchem Verhältnis stehen Kooperativen zum Kapitalismus und Realstaatssozialismus?
Diesen Fragen geht Chris im Gespräch mit Delal Atmaca nach. Die Ökonomin, Beraterin, Dozentin und Mitbegründerin von DaMigra promovierte zum Thema Genossenschaften nach 1989 im ländlichen Ostdeutschland. Es geht also dieses Mal sowohl um die Theorie hinter kooperativer Ökonomie als auch konkrete Betriebe, die Delal kennengelernt und beforscht hat!

In den News erfahrt ihr von dem bitteren Ende der Klage einer 24-Stunden-Betreuerin,. Außerdem berichten wir über die Tarifrunde im Öffentlichen Dienst und wie ihr aktiv werden könnt. Und in der Vision blicken wir dieses Mal nach Barcelona, wo vor mehreren Jahren die Care-Karte eingeführt wurde.

Viel Spaß beim Reinhören!

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Shownotes
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Einladung zum Auftakttreffen des Bündnisses „Leipzig steht zusammen“: 31.01.2025, 18:00, Volkshaus Leipzig
Einzelpersonen, Gruppen und Initiativen sind eingeladen, um gemeinsam die Beschäftigten in der Tarifrunde im öffentlichen Dienst zu unterstützen. Kommt vorbei und findet raus, wie ihr in den nächsten Wochen für eine gute Daseinsvorsorge aktiv werden könnt! Mehr Infos findet ihr bei Wir Fahren Zusammen Leipzig (@wirfahrenzusammen.leipzig)!

News
Aktuelle Reportage zu den Missständen in der 24-Stunden-Betreuung: https://taz.de/Missstaende-in-der-24-Stunden-Pflege/!6058345/
Neue Meldungen von Faire Mobilität: https://www.faire-mobilitaet.de/fachinformationen/berichte-und-erfolge/das-bittere-ende-einer-erfolgreichen-klage-in-der-sogenannten-24-stunden-pflege/
Übersicht zur Tarifrunde Öffentlicher Dienst Bund und Kommunen:
https://www.labournet.de/branchen/dienstleistungen/oedienst/tarif-und-besoldungsrunde-oeffentlicher-dienst-bund-und-kommunen-2025/

Interview mit Silvia Habekost (Pflegerin aus Berlin) „Wir arbeiten bis zur Belastungsgrenze und auch darüber hinaus“: https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/wir-arbeiten-bis-zur-belastungsgrenze-und-auch-darueber-hinaus/

Übersicht zur Tarifrunde bei der Deutschen Post AG: https://www.labournet.de/branchen/dienstleistungen/post/tarifrunde-deutsche-post-ag-2025-mehr-muss-her/

Pressemitteilung zu Tarifrunde der Post vom 29.01.2025:
https://www.verdi.de/themen/geld-tarif/++co++126939e0-92d7-11ef-b8a9-abe46bff1c52

Meldung zum ersten Warnstreik der BVG am 27.01.2025
https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++f3b4a67e-d426-11ef-93a7-e78918fd4184

Bündnis „Berlin steht zusammen“: https://berlinstehtzusammen.de/

Interview
Delal Atmaca ist Geschäftsführerin und Mitbegründerin des Dachverbandes der Migrantinnen-Organisationen (DaMigra e.V.). Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und Kooperationsökonomik folgte die Promotion in Volkswirtschaftslehre. Sie war u.a. Vorstandsmitglied der WeiberWirtschaft eG, vom Migrationsrat Berlin e.V. und der Initiative selbstständiger Immigrantinnen e.V. In ihrer Forschung beschäftigte sie sich u.a. mit dem erfolgreichen Aufbau von Genossenschaften nach 1989 in ländlichen Gebieten der DDR.
Als bundesweiter Dachverband setzt sich DaMigra für die Gleichberechtigung von Frauen, insbesondere von Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung, ein. Der Dachverband kämpft gegen Hass und Hetze, für ein gewaltfreies Leben und für eine gerechtere, vielfältige Gesellschaft, in der niemand aufgrund von Geschlecht, Herkunft oder Mehrfachdiskriminierung ausgeschlossen wird. Die Arbeit von DaMigra ist essenziell, um Schutzräume zu schaffen und die Grundlagen für gesellschaftliche Teilhabe und Gleichstellung zu sichern – und dafür braucht es endlich langfristige und verlässliche Unterstützung. Ihr könnt DaMigra unterstützen: Spendet jetzt, damit feministische Perspektiven gestärkt werden und DaMigra als starke intersektionale Stimme sichtbar bleibt. Gemeinsam für Gleichberechtigung, Vielfalt und Gerechtigkeit! #DaMigraBleibt

Vision
Informationen zur Care-Karte von der Stadt Barcelona „Let’s Care for Carers“: https://ajuntament.barcelona.cat/dretssocials/sites/default/files/arxius-documents/care-card.pdf

Broschüre „Care-Arbeit Vergesellschaften: Kommunalpolitische Werkzeugkiste für eine ‚Sorgende Stadt‘“: https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/sonst_publikationen/Sorgende_Staaedte_CareArbeitVergesellschaften_RLS_2024.pdf

Begriffserklärungen

Laissez-Faire Kapitalismus („laisser faire“, französisch für „machen lassen“): Bezeichnet eine liberale Wirtschaftspolitik, die im 19. Jahrhundert u.a. im Vereinigten Königreich praktiziert wurde. Zentrales Element war die Zurückhaltung des Staates aus wirtschaftlichen Prozessen. Kritisiert wurde diese Form der Wirtschaftspolitik dafür, dass sie zu Verarmung der arbeitenden Bevölkerung führten und Monopolbildung (also Konzentration von Macht bei einzelnen Unternehmen) begünstigte.

Rochdale Society of Equitable Pioneers (englisch für die „Gesellschaft der redlichen Pioniere von Rochdale“): Eine Konsum- und Spargenossenschaft, die im Dezember 1844 von 28 Webern in Rochdale in Nordengland (nahe Manchester) gegründet wurde. Am 21.12.1844 eröffneten sie einen Laden, in der sie Kartoffeln, Butter, Öl und Seife anboten. Die Gründung war eine direkte Reaktion auf die Industrialisierung, die zur Folge hatte, dass die Weber von Versorgungsmöglichkeiten abgeschnitten waren. Mehr Infos hier: https://genostory.de/redliche-pioniere-von-rochdale-113 und hier: https://neuezeit.at/rochdale-genossenschaft/

Voll(produktiv)genossenschaften: Ein bestimmter Typus von Genossenschaften, der sich über viele Lebensbereiche aller Mitglieder erstreckt und somit ein gemeinschaftliches Lebensmodell darstellt. Das Ziel dieser Genossenschaften ist, ihren Mitgliedern einen organisationalen Rahmen zu bieten, innerhalb dessen sie ihre Bedürfnisse nach Lebensmitteln, Wohnen, Tätigkeiten decken können, um für die institutionalisierte Gemeinschaft (und damit auch sich selbst) vorteilhafte Effekte zu erwirken. Mit ihrer Mitarbeit in unterschiedlichen Bereichen der Genossenschaft sind die Mitglieder alle unmittelbar an der Umsetzung dieses Ziels beteiligt und sie sind im Kollektiv imstande, Mehrwert für die Gemeinschaft zu stiften. Quelle: https://www.wu.ac.at/ricc/geno-schafft-blog/aktuelle-blogbeitraege/detail/die-vollgenossenschaft

Musik
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Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autor*innen und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.

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#10 Ökofeministische Wirtschaftskritik und webs of abundances

In Bewegung für Care.

Mit Abundia Alvarado, Amaia Pérez Orozco und Lina Hansen.

Chris war im Sommer und Herbst viel unterwegs und hat auf verschiedenen Veranstaltungen spannende Menschen kennengelernt. In dieser Folge sprechen Abundia Alvarado, Amaia Pérez Orozco und Lina Hansen von ihren Kämpfen und Konzepten für Care in Bewegung. Ihr hört von aktivistischen Erfahrungen der Initiative „Stop Cop City“ um den Wee’Lau’nee Forest in Atlanta . Und vom feministischen Streik in Spanien. Außerdem erfährt ihr, was unter ökofeministischen Analysen, rebellious care oder land back gemeint ist. Lernt Konzepte kennen, mit denen Menschen heute für Care in Bewegung sind.

In den News geht es außerdem um den Sammelband „Nicht die Ersten“ von Tarek Shukrallah, in dem Bewegungsgeschichte von Queers of Color in Deutschland gesammelt sind. Und es geht um den Kitastreik in Berlin, wo die Beschäftigten und eine Elterninitiative gemeinsam mit gewerkschaftlicher Unterstützung lange kämpften.In der Vision gibt es dieses Mal Ausschnitte aus dem „Kitchen Council Communist Manifesto“, das die Küche als Ausgangspunkt für gemeinsame Befreiung nimmt.

Shownotes

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News

Interview mit Tarek Shukrallah https://www.siegessaeule.de/magazin/nicht-die-ersten-sammelband-uber-bewegungsgeschichten-von-queers-of-color/

Nicht die Ersten bei Assoziation A

30 Jahre „Asylkompromiss“: https://www.proasyl.de/news/30-jahre-asylkompromiss-ein-grundrecht-wird-ausgehoehlt/

Initiative „Einhorn sucht Bildung“: https://linktr.ee/einhornsuchtbildung (Instagram: @einhornsuchtbildung)

Video „Berliner Kitastreik verboten“: https://de.labournet.tv/berliner-kitastreik-verboten  entstand im Rahmen der Workshopreihe „How to Streikvideo?“.

Artikel „Kitas in Berlin: Runder Tisch statt Streik“ https://www.nd-aktuell.de/artikel/1186258.kita-krise-kitas-in-berlin-runder-tisch-statt-streik.html (nd, 24.10.2024)

Interview

Tierra ComidaL @abundancefor_all (instagram)

Artikel „Defending Abundance everywhere“

Stop Cop City

Video „A Black Abolitionist View on Cop City with Angela Davis, Jasmine Burnett, Mariah Parker,M Adams“

Artikel „The Land at the Center of Cop City and why we must defend it“ (Nic Sanford Belgrad)

Spendet hier, um die Tour „Defending & Celebrating Abundance Everywhere“ von Abundia sowie ihre aktivistische Arbeit für mehr kitchen councils, Sorgenetze und Gerechtigkeit zu unterstützen!

Venmo: @Marikona66

Cashapp: $Coatl66

PayPal: @NahuatlKweer

Eisi für alle

Cop Watch Leipzig

Glossar

BIP: Steht für für Bruttoinlandsproudukt und umfasst alle wirtschaftlichen Leistungen eines Landes in einem bestimmten Zeitraum.

Solawi: Steht für Solidarische Landwirtschaft, mehr Infos dazu hier: https://www.solidarische-landwirtschaft.org/das-konzept/was-ist-solawi/

Vision

Kitchen Council Communist Manifesto (von tierracomidalibertad und Zara Richter)

Musik

Rihanna: Work

Scott Holmes Music: Positiv and Fun https://freemusicarchive.org/music/Scott_Holmes/

Tim Taj: Upbeat Happy https://freemusicarchive.org/music/timtaj/positive-corporate-music/upbeat-happy/

© 2024. This work is openly licensed via CC BY-NC 4.0 DEED

#9 Wieso es eine solidarische Care-Bewegung braucht.

Mit Maxi und Chris.

Wer steckt eigentlich hinter Kein Ding und Danke für nichts? Und was motiviert uns, in der Care-Bewegung aktiv zu sein?

In dieser Spezialfolge nehmen Maxi und Chris euch mit und erzählen, von ihren Zugängen zu Care. Wann haben die beiden gemerkt, dass Sorgearbeit ungerecht verteilt ist? Was sind Dynamiken in der Care-Debatte, die die beide nachdenklich und wütend werden lassen? Welche Perspektiven fehlen ihnen?

Außerdem gibt es ein kurzes Interview mit Eric Llaveria Caselles, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin, der über Gender Pay Gap, die Grenzen des Konzepts sowie Visionen für die Care-Bewegung spricht.

Ihr wollt uns Feedback geben?

Dann meldet euch bei uns unter: care@knoe.org oder podcast@kollektiv-periskop.org

Mehr Infos zu uns: www.knoe.org und https://kollektiv-periskop.org/

Shownotes

Interview

Eric Llaveria Caselles: https://www.tu.berlin/zifg/llaveria-caselles

Debt for Climate: https://www.debtforclimate.org/

Mehr Infos

Video „Feministische Ökonomie – was ist das?“ https://www.youtube.com/watch?v=TiDm_EhuIe8

Studium Individuale (Leuphana Universität Lüneburg)

hochschule für gesellschaftsgestaltung (hfgg)

Gemeinsam Sein (GemSe): queer-feministischer Space in Kärnten

KAUZ-Folge: „Forstpolitik & Gender(un)gerechtigkeit“ (CN: sexualisierte Gewalt)

Aupair Repair

Netzwerke

Netzwerk Care Revolution

Fair sorgen!

Wirtschaft ist Care

Einladung zum 10-jährigen Jubiläum vom Netzwerk Care Revolution

Vom 18. bis 20.10.24 feiert das NCR in Leipzig Jubiläum – drei Tage diskutieren, träumen, feiern, Pläne schmieden. Es wird Podien, Workshops, Kunst, Kultur und Party geben, sowie viele Möglichkeiten zur Begegnung. Informationen zum Jubiläum wie das vorläufige Programm und den Zeitplan findest du laufend aktualisiert hier. Direkt zur Anmeldung geht es hier.

Bücher

Silvia Federici (2020): Die Welt wieder verzaubern – Feminismus, Marxismus & Commons

Ulrich Brand, Markus Wissen (2017): Imperiale Lebensweise – Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus

Silke van Dyk, Tine Haubner (2021): Community-Kapitalismus

Begriffserklärungen

Mental Load (dt. mentale Belastung): Last und Stress durch das Organisieren und Koordinieren von Alltagsaufgaben (wie darüber Nachdenken, Planen, Verantwortungsübernahme)

Imperiale Lebensweise: Produktions- und Konsummuster, die auf einer ungleichen Aneignung von Natur und Arbeitskraft im globalen Maßstab beruhen. Diese Muster prägen insbesondere den Alltag in den Gesellschaften des globalen Nordens und der Mittel- und Oberklasse des globalen Südens. Sie verursachen hohe soziale und ökologische Kosten, die sie in Raum und Zeit externalisieren: in der Zeit auf künftige Generationen, im Raum auf den globalen Süden sowie auf viele Regionen im globalen Norden selbst (Quelle)

Scholar Activists: Beschreibt akademische Beschäftigte, die explizit politische Standpunkte in ihrer Arbeit vertreten und ihre Arbeit dafür nutzen. Als Arbeitsform versucht sie die Gesellschaft zu verändern, indem sie die besten Eigenschaften von radikalen akademischen und politischen aktivistischen Traditionen kombiniert.

Soziale Reproduktion: Beschreibt all die Arbeiten, die es braucht, um die Gesamtheit des sozialen Lebens und der Gesellschaft herzustellen. Viele marxistische und materialistische feministische Theoretiker*innen nutzen den Begriff, um über die Angewiesenheit vom Kapitalismus auf Arbeit wie Putzen, Zuhören, Organisieren in der Nachbar*innenschaft, Kochen, Erziehung von jungen Menschen sprechen zu können. (Mehr Infos in diesem Video mit Tithi Bhattacharya)

Community Kapitalismus: Von Silke Van Dyk und Tine Haubner geprägter Begriff. Beschreibt eine Form des Kapitalismus, in der soziale Aufgaben an die Zivilgesellschaft delegiert und mit einer neuen Gemeinschaftsrhetorik und -politik verknüpft werden. Laut Dyk und Haubner verschärft diese Form des Kapitalismus Ausbeutungsverhältnisse und löst garantierte soziale Rechte auf.

Rückverteilung: Geht das Problem an, dass Vermögen sehr ungleich verteilt ist und will das konkret ändern. Siehe auch: Podcast-Folge mit Marlene Engelhorn.

Tarifvertrag für Entlastung (TV-E): Tarifvertrag, der das Personal im Krankenhaus über ein Punktesystem entlasten soll. Wurde in unterschiedlichen Formen bereits in Unikliniken in Homburg, Jena, NRW, Kliniken in Berlin erstritten.

homo oeconomicus: Modell in der Mainstream-Wirtschaftstheorie. Es beschreibt einen Menschen, der rational denkt und handelt, auf den größtmöglichen Nutzen abzielt (Nutzenmaximierung) sowie in vollständiger Kenntnis seiner wirtschaftlichen Entscheidungsmöglichkeiten und deren Folgen sowie die vollkommene Information über alle Märkte und Eigenschaften sämtlicher Güter (vollständige Markttransparenz) ist. Das Modell wird oft dafür kritisiert, dass es als „idealen Menschen“ einen sehr privilegierten Menschen zeichnet, der vermeintlich nicht in soziale Beziehungen und Kontexte sowie Machtverhältnisse eingebettet sei.

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Danke für Nichts. Podcast (https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/themen/arbeit/danke-fuer-nichts/) oder KEIN DING! Podcast (https://kein-ding.podigee.io/)

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Der Danke für Nichts Podcasts unterliegt den Lizenzbedingungen der Creative Commons-Lizenz.

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Musik

Rihanna: Work

Scott Holmes Music: Positiv and Fun https://freemusicarchive.org/music/Scott_Holmes/

Tim Taj: Upbeat Happy https://freemusicarchive.org/music/timtaj/positive-corporate-music/upbeat-happy/

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Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autor*innen und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.

© 2024. This work is openly licensed via CC BY-NC 4.0 DEED

#8 Queer durch Sachsen.

Mit der RosaLinde Leipzig.

Gesundheitsversorgung, Mobilität, Einsamkeit und Gemeinschaft: Auch wenn diese Themen viele Queers betreffen, ist der Zugang zu diesen Dingen für queere Personen auf dem Land oft schwieriger. Zugleich sind Beratungs- und Vernetzungsangebote oft weniger vorhanden und die Bedrohung durch queer- und transfeindliche Gewalt ist präsenter.

In dieser Folge spricht Chris mit Dasha und Jole aus dem Projekt „Que(e)r durch Sachsen. Empowerment und Beratung“ von der RosaLinde Leipzig. In dem Projekt liegt der Fokus nicht nur auf der Unterstützung von queeren Personen, z.B. bei Outings oder Transitionswünschen, sondern auch auf der Vernetzung mit Kooperationspartner*innen vor Ort und der Weiterbildung von Fachpersonal. Denn „Solche Leute gibts hier nicht“ ist totaler Quatsch: Queere Personen gab es schon immer und überall, auch in ländlichen Räumen. Was sind Herausforderungen, vor denen manche von ihnen stehen? Was tun angesichts des Rechtsrucks, mit dem auch die Trans- und Queerfeindlichkeit zunimmt? Und wie viele CSDs finden dieses Jahr eigentlich in Sachsen statt?

Das alles erfahrt ihr in der neuen Folge.

Außerdem berichten wir über aktuelle Zahlen zur Pflegebedürftigkeit, die den Bundesgesundheitsminister überrascht haben und die Frage aufwirft: Wie finanzieren wir einen erhöhten Sorgebedarf? Und wir berichten vom neuen Pflegemindestlohn, der zu Anfang Mai 2024 in Kraft trat. In der Vision nehmen wir euch mit nach Brandenburg, wo eine Gruppe von Menschen gemeinschaftliches Leben und Wirtschaften im ländlichen Raum marginalisierten Communities ermöglichen will.

Shownotes

Ihr wollt uns Feedback geben? Oder wollt uns schreiben, von wo ihr den Podcast hört?

Dann meldet euch bei uns unter: care@knoe.org

Mehr Infos zu uns: www.knoe.org

News

https://www.rnd.de/politik/pflegefaelle-in-deutschland-explosionsartig-gestiegen-pflegeforscher-widersprechen-karl-lauterbach-X4BMKFZ2DBAP5I3BNPXZZ5TWIQ.html
https://www.zeit.de/wirtschaft/2024-05/pflege-bedarf-karl-lauterbach-statistik-anstieg

Interview

Que(e)r durch Sachsen

Verleih für die Wanderausstellung „Solche Leute gibts hier nicht“: https://queeres-sachsen.de/verleih/

Instagram: @rosalinde_leipzig/

Einige CSD-Termine

13.07. Pirna

10.08. Torgau

10.08. Bautzen

11.08. Radebeul

24.08. Plauen

24.08. Vogtland

07.09. Freiberg

14.09. Riesa

21.09. Döbeln

taz Artikel „Queeres Leben auf dem Land“

Vision

Arruda Collective

Instagram: @arruda_collective

Spendenkampagne

Begriffserklärungen

Intersektional: Der Begriff geht auf die Schwarze Juristin und Professoring Kimberlé Crenshaw zurück. Er beschreibt, dass verschiedene Diskriminierungsformen zusammenwirken. So kann z.B. transfeindliche Diskriminierung, sexististische und rassistische Diskriminierung nicht einfach zusammen genommen werden, sondern bildet neue Formen von Unterdrückung (z.B. transmisogynoir: Die konkrete Gewalt, die Schwarze trans*feminine und trans*feminine Personen of Colour erfahren). Crenshaw beschäftigte sich in den 1960er Jahren mit abgewiesenen Diskriminierungsklagen von Schwarzen Frauen in den USA und stelle fest, dass die Erfahrungen eben dieser Frauen vom Gericht nicht als Diskriminierung anerkannt wurden – während die von weißen Frauen oder Schwarzen Männern es wurden. Sie wurden also spezifisch als Schwarze Frauen benachteiligt. In aktivistischen Kontexten bedeutet „intersektional“ oft, dass sich Menschen bewusst sind und dem Rechnung tragen wollen, dass Menschen verschiedene, ineinander greifende Unterdrückungserfahrungen machen.

Supervision: Supervision ist eine Art von Beratung, die Menschen nutzen, um mit einer externen Person über Dynamiken, Herausforderungen und Konflikte zu sprechen, z.B. in ihrem Arbeitsteam oder in Bezug auf ihre Vereinsarbeit oder die Arbeit in bestimmten Fällen.

Treuhand: Die Treuhandanstalt hatte den Auftrag, die Planwirtschaft der DDR in eine kapitalistische Marktwirtschaft zu überführen. Von 1990 bis 1994 sollte sie ca. 12.000 volkseigene Betriebe innerhalb kürzester Zeit «markttauglich» machen. Ungefähr die Hälfte der Betriebe wurden privatisiert, ein Viertel wurde geschlossen und ein kleiner Teil an frühere Eigentümer*innen zurückgegeben. Mehr als 85% der privatisierten Unternehmen wurden von westdeutschen Eigentümer*innen übernommen. Die Politik der Treuhand war mitverantwortlich dafür, dass knapp 3 Millionen Menschen in Ostdeutschland 1994 erwerbsarbeitslos waren. Mehr Informationen zur Geschichte der Treuhand.

Musik

Rihanna: Work

Scott Holmes Music: Positiv and Fun https://freemusicarchive.org/music/Scott_Holmes/

Tim Taj: Upbeat Happy https://freemusicarchive.org/music/timtaj/positive-corporate-music/upbeat-happy/

© 2025. This work is openly licensed via CC BY-NC 4.0 DEED