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Klimagerechtigkeit

Seit Februar 2026

Bausteine für Klimareparationen

Perspektiven aus dem Globalen Süden ins Zentrum rücken

Die Klimakatastrophe ist keine Naturkatastrophe. Sie ist das Ergebnis historischer und gegenwärtiger Machtverhältnisse, kolonialer Ausbeutung und eines auf Wachstum und Profit ausgerichteten Wirtschaftssystems. Sie trifft nicht alle gleich und sie wurde auch nicht von allen gleichermaßen verursacht.

Mit dem Projekt „Bausteine für Klimareparationen“ haben wir gemeinsam mit sechs Autor*innen – größtenteils aus dem Globalen Süden – sechs Factsheets entwickelt, die zentrale Aspekte von Klimareparationen beleuchten. Ziel ist es, Klimareparationen als notwendiges politisches und gesellschaftliches Projekt sichtbar zu machen, abseits von Wohltätigkeit und technokratischen Lösungen.


Was sind Klimareparationen?

Klimareparationen sind weder Hilfe noch Wohltätigkeit. Sie sind ein Instrument, um die Ursachen der Krise anzugehen: historische Verantwortung, strukturelle Ungleichheit und systemische Verantwortung.

Sie bedeuten:


Die Bausteine

Um diese Elemente greifbar zu machen, haben wir sechs Bausteine für Klimareparationen entwickelt. In jeweils einem Factsheet beleuchten unsere Autor*innen zentrale Dimensionen:

Gemeinsam zeigen sie, wie Klimareparationen in der Praxis gedacht und umgesetzt werden können – in Deutschland und darüber hinaus


Warum brauchen wir Klimareparationen?

Die Klimakatastrophe ist zutiefst ungerecht.

Auf der einen Seite stehen diejenigen, die historisch und strukturell für sie verantwortlich sind: Länder, Unternehmen und Einzelpersonen, die von treibhausgasintensiver Produktion, Kolonialismus und Wirtschaftswachstum profitiert haben – und weiterhin profitieren. Deutschland etwa ist für rund 3 % der weltweiten historischen Emissionen verantwortlich, obwohl hier weniger als 1 % der Weltbevölkerung lebt. Der deutsche Wohlstand beruht auf Jahrhunderten von Industrialisierung, Ressourcenausbeutung und kolonialer Gewalt. Die Kontinuitäten wirken bis in die Gegenwart: Der koloniale Profit ermöglicht es gleichermaßen, sich verhältnismäßig gut an die Klimakrise anzupassen.

Auf der anderen Seite stehen Gemeinschaften, Länder und Ökosysteme im Globalen Süden, die die Hauptlast tragen. Kamerun beispielsweise hat nur rund 0,2 % der globalen historischen Emissionen verursacht, ist aber massiv betroffen: durch Überschwemmungen, Dürren, den Verlust von Lebensgrundlagen und Biodiversität. Gleichzeitig fehlen die finanziellen, politischen und infrastrukturellen Mittel, um sich zu schützen oder Schäden auszugleichen.

Diese Ungerechtigkeit ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis jahrhundertelanger Enteignung, kolonialer Ausbeutung, unfairer Handelsbeziehungen und neokolonialer Wirtschaftsstrukturen. Dieselben Systeme, die die Klimakatastrophe verursacht haben, bestimmen auch weiterhin, wer darunter leidet und wer davon profitiert.

Beteiligte Personen