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Klimagerechtigkeit

Buch / 02. März 2026

Nandiuasora “Nandi” Mazeingo, Sima Luipert, Johannes Maboss Ortmann, Felix Henn

Wie man sich (nicht) entschuldigt

Bausteine für Klimareparationen

Teil des Projekts: Bausteine für Klimareparationen

Nandiuasora “Nandi” Mazeingo (Ovaherero Genocide Foundation), Sima Luipert und Johannes Maboss Ortmann (Nama Traditional Leaders Association) sowie Felix Henn (Werkstatt Ökonomie) betonen, dass echte Klimareparationen über symbolische Entschuldigungen hinausgehen müssen und immer materielle Gerechtigkeit beinhalten sollten. Sie nutzen die kaum aufgearbeiteten Folgen des Genozids an den Ovaherero und Nama als Beispiel dafür, dass Worte allein keine Gerechtigkeit schaffen, sondern konkrete Taten erforderlich sind.

Deutschlands Umgang mit dem Völkermord an den Ovaherero und Nama zeigt, wie Entschuldigungen und Wiedergutmachungen nicht funktionieren. Glaubwürdige Entschuldigungen erfordern im Kontrast dazu die vollständige Anerkennung der Ungerechtigkeit, die aktive Einbeziehung der Betroffenen, die Übernahme von Verantwortung durch autorisierte Vertreter, symbolische und materielle Maßnahmen sowie die Garantie, dass sich die Ungerechtigkeit nicht wiederholt. Ein gerechtes und angemessenes Wiedergutmachungspaket kann nur von den direkt Geschädigten definiert und akzeptiert werden, und zwar in direkter Absprache mit ihnen und nicht durch Dritte.

Symbolische Gesten allein reichen nicht aus. Wenn sie jedoch authentisch und freiwillig sind und in einen umfassenden Prozess der Übernahme von Verantwortung und der Bereitschaft zur Wiedergutmachung eingebettet sind, spielen sie eine wichtige Rolle.

Denn ohne Anerkennung kann es keine Verantwortung geben – ohne Verantwortung keine Gerechtigkeit – und ohne Gerechtigkeit kann es keine Versöhnung geben.

Die englische PDF wird am 5. März veröffentlicht.