Können wir mit feministischen Bewegungen gewerkschaftliche Kämpfe stärken?
Feministische Streiks haben weltweit neue Verbindungen zwischen Care-Arbeit, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen sichtbar gemacht. Angesichts bestehender Angriffe auf den Sozialstaat, die Sorgearbeitende und vulnerable Gruppen am stärksten treffen wird, sind sie nötiger denn je. Gleichzeitig blieb ihre Breite und politische Durchschlagskraft bisher begrenzt, die jeweiligen Handlungslogiken von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen teils schwer ineinander zu übersetzen.
Mit Blick auf anstehende Tarifrunden – sowohl im öffentlichen Dienst 2027 als auch im Sozial- und Erziehungsdienst 2028 – geht es um strategische Vernetzung, gemeinsame Bezugspunkte und die Verbindung unterschiedlicher Arbeits- und Sorgebereiche. Welche Ideen gibt es, eine neue feministische Streikbewegung aufzubauen? Wie lassen sich feministische Streikperspektiven in langfristige Bündnisse und Kampagnen übersetzen?
Mit Matthias Neumann, Chris Neuffer, Michelle vom feministischen Streikbündnis Karlsruhe & Yanira Wolf