für eine dekoloniale Organisationsentwicklung
„Walking the talk“ – Worten Taten folgen lassen. Hört sich leicht an. Doch in Organisationen oder Gruppen ist es oft herausfordernd die Grundwerte, für die wir nach außen stehen, auch intern wirklich umzusetzen.
In Deiner Organisation..
…nimmst du eine Lücke wahr, zwischen dem, was in eurer Bildungsarbeit vermittelt wird und wie ihr als Organisation miteinander arbeitet?
…gibt es Ungerechtigkeiten, die Du verändern möchtest?
…soll weiter gelernt und verlernt werden, und Du fragst dich, wie?
…gibt es Momente der Überforderung hinsichtlich der großen Aufgaben, denen ihr euch widmet?

Gesellschaftliche Prägungen, globale Machtverhältnisse und Druck von außen führen nicht selten dazu, das zu reproduzieren, was in der eigenen Bildungsarbeit eigentlich abgelehnt wird. Dazu gehören diskriminierende Strukturen, koloniale Kontinuitäten und intransparente Machthierarchien, die die Beteiligung Einzelner einschränken und globale Ungleichheiten fortschreiben.
In dieser Veranstaltung fragen wir: Von Organisationskultur bis Zielgruppen – wie können wir in unserer Organisation Strukturen und Praktiken aufbauen und verankern, die globale Gerechtigkeit wirklich im Blick haben und verändern wollen? Wie können Machtkritik, Antirassismus, Dekolonialisierung und globale Verantwortung Teil organisationaler Prozesse werden? Was bedeutet es, eine „Lernende Organisation“ zu sein? Wer ist daran beteiligt – und auf welche Weise? Welche Voraussetzungen helfen dabei? Wie kann Überforderung vermieden werden? Und welche Möglichkeiten bieten Konzepte wie der „Whole Institution Approach“ aus der BNE, um Veränderungsprozesse nachhaltig und gerecht zu gestalten?
Auf unserem Fachtag „Gemeinsam den Weg bereiten“ möchten wir über diese Fragen ins Gespräch kommen, uns austauschen und vernetzen. Du lernst Konzepte und konkrete Beispiele kennen, die Dir helfen, mit Herausforderungen umzugehen und Dich für eine diskriminierungssensible und dekoloniale Weiterentwicklung Deiner Organisation einzusetzen.
Zudem berichtet Valerie Viban von den Schwierigkeiten und Erfolgen aus der Praxis dekolonialer Organisationsentwicklung. Valerie Viban ist Referent für Antirassismus und Dekolonialität bei Brot für die Welt. Er arbeitet zur Aufarbeitung kolonialer Kontinuitäten in der Entwicklungszusammenarbeit und in kirchlichen Partnerschaften und verbindet dabei politische Analyse, ethische Reflexion und Perspektiven von Partnerorganisationen aus dem Globalen Süden.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Menschen und Bildungsakteure, die sich für Organisationsentwicklung und globale Gerechtigkeit interessieren. Dabei ist es nicht wichtig, ob Du gerade Teil einer Organisation bist oder noch werden willst und was aktuell deine Rolle darin ist.
Der Fachtag findet am 25.08.26 von 11 bis 17 Uhr in Leipzig statt (der genaue Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben). Es gibt ein gemeinsames veganes Mittagessen.
Barrieren: Der Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierefrei erreichbar. Der große Veranstaltungsraum ist stufenlos. Im Erdgeschoss befindet sich ein rollstuhlgerechtes WC.
Sprache: Deutsche Lautsprache, ggf. Verdolmetschung von Englischer in Deutsche Lautsprache für einen Input.