Gegenwärtig lernen wir, dass kollektive Räume unterstützend sein können, dass sie stärkend auf unsere Motivation wirken und uns in Krisen besser auffangen können als in der Vereinzelung. Oft fragen wir uns aber auch: wie gut funktioniere ich im Kollektiv? Gibt es da noch genügend Raum für meine Bedürfnisse, für Gefühle von Frustrationen oder Ermüdung ? Wie halten wir uns nicht nur im praktischen Zusammenleben, sondern auch emotional im Gleichgewicht? Wie können wir solidarisch bleiben?
In dem Workshop betrachten wir welche Anregungen das dekoloniale Konzept von Repair and Care aus dem Globalen Süden für uns im Globalen Norden für uns bereit hält und wie diese heilsam wirken können.
Referent*in: Lucía Muriel ist Psychologin und Psychotherapeutin mit den Schwerpunkten Trauma, Migration und Ausgrenzungserfahrungen. Sie engagiert sich in der antirassistischen und dekolonialen Bildungsarbeit, hält Vorträge und Workshops und initiierte die Gründung mehrerer migrantischer Organisationen und Verbände. Gegenwärtig publiziert sie zu dekolonialen Perspektiven auf Klima und psychische Gesundheit. Sie ist die Autorin von
- Die bundesdeutsche Eine-Welt Arbeit aus einem Guss?, Zum Verhältnis von Migrantischen und Nichtregierungsorganisationen, 2014
- Ich kehre millionenfach zurück – Didaktisches Material zur antikolonialen Erinnerungsarbeit, 2022
Lucía Muriel wurde in Ecuador geboren, lebt und arbeitet in Berlin.
Sprache: deutsche Lautsprache
