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Transformative Bildung

Seit Dezember 2025

Brassica

Transformative Bildung - eine Zukunft jenseits des Wachstums

Die Erkenntnis, dass Wachstumsstreben unsere ökologischen Systeme kollabieren lässt, erfährt immer weitreichendere Anerkennung – mittlerweile auch in der EU-Politik, wie beyond growth Konferenzen des EU-Parlaments zeigen. Statt unsere kapitalistische Wirtschaftsweise immer weiter voranzutreiben, müssen wir Visionen entwickeln für eine Zukunft, die nicht auf der Ausbeutung von Menschen und Umwelt beruht! Diese sozial und ökologisch gerechte Zukunft wollen wir in unserem europäischen Bildungsprojekt Brassica erkunden.

In der Pflanzen-Familie der Brassica gibt es in vielen Formen – von Kohl über Grünkohl und Brokkoli bis hin zu Senf und Dutzenden weiteren Sorten. Ihre Gestalt ändert sich je nach Standort und Wachstumsbedingungen. Sie sind robust, anpassungsfähig und gedeihen selbst unter widrigen Bedingungen. Brassicas (Kreuzblütler) erinnern uns daran, dass auch Lernen so sein kann: flexibel, zugänglich und vielfältig. Verwurzelt in unterschiedlichen Kontexten, offen für Variationen und stark genug, um überall zu wachsen, wo sie gepflanzt werden.

Traditionelle Bildungsmodelle sind für einen Umgang mit der Klimakrise unzureichend, da sie neueste Erkenntnisse zu langsam integrieren und praxisnahe, auf die Bedürfnisse der Regionen zugeschnittene Ansätze fehlen. Daher greift Brassica auf innovative Ansätze von Vorreiter*innen der transformativer Bildung in ganz Europa zurück. Dazu gehören etwa verkörpertes Lernen, kunstbasierte Methoden und erfahrungsorientiertes Lernen. Diese Ansätze sind vielversprechend, aber oft wenig sichtbar.

Unsere Partnerorganisationen sind Degrowth Vienna (Österreich), NaZemi (Tschechien), Benvenuti in Italia (Italien) und ShiftSlow (international). Gemeinsam entwickeln wir Bildungsmethoden und Workshopkonzepte auf vier Sprachen, die unsere bestehende Bildungsarbeit zu Degrowth aktualisieren, erweitern und fortführen. Ab Ende 2027 werden sie auf unser Bildungsplattform Endlich-Wachstum.de zu finden sein. Darüber hinaus stärken wir mit dem Projekt die europäische Vernetzung von Degrowth-Organisationen und der Degrowth-Bewegung und tragen damit zu einer sozial-ökologischen Transformation von unten bei.

In unserem Fokus stehen dabei vor allem Bildungsakteure im ländlichen Raum. Diese Akteure haben aufgrund stadtzentrierter Politik oft keinen Zugang zu non-formaler Bildung und keine Möglichkeiten, proaktiv auf die aktuelle ökologische Krise zu reagieren. Daher hat sich unser Projekt zum Ziel gesetzt, speziell auf ländliche Gemeinschaften zugeschnittene Bildungsmaterialien zu entwickeln, die die Komplexität des Klimawandels vermitteln und einen sozial-ökologischen Wandel vorantreiben.

Das Projekt gliedert sich grob in drei Phasen:

  • 1. Halbjahr 2026: Entwicklung von 20 neuen Bildungsmethoden und vier Workshopkonzepten
  • 2. Halbjahr 2026: Workshops im ländlichen Raum in Österreich, Italien, Tschechien und Deutschland
  • 1.&2. Halbjahr 2027: Organisation und Umsetzung von Train-the-trainers und Degrowth Festivals in Italien, Tschechien und Deutschland

Gefördert durch