Lidy Nacpil, phillipinische Klimaaktivistin und Gründerin des Asian People’s Movement on Debt and Development, schreibt darüber, wie man von „Entwicklungshilfe“ zu tatsächlicher Gerechtigkeit kommt, wie man die Klimapolitik dekolonisiert und die wirtschaftliche Souveränität im globalen Süden wiederherstellt.
„Klimafinanzierung steht im Zentrum des Kampfes für Klimagerechtigkeit. Das aktuelle Klimafinanzierungssystem ist zutiefst unzureichend, ungerecht und nicht im Einklang mit dem Ausmaß der Klimakrise und der Verantwortung der Verursacher*innen. Klimafinanzierung als Kernbestandteil von Klimareparationen zu betrachten, ist daher keine rhetorische Wahl, sondern eine politische Notwendigkeit. Die Bekämpfung des Klimawandels erfordert weit mehr als schrittweise Finanzierungssteigerungen. Sie verlangt eine Transformation globaler Wirtschafts- und Finanzsysteme, die Ausbeutung, Ungleichheit und ökologische Zerstörung ermöglicht haben. Öffentliche, zuschussbasierte und verlässliche Klimafinanzierung – bereitgestellt über demokratische, feministische und dekoloniale Mechanismen – ist ein unverzichtbares Fundament dieser Transformation.“
