Bestehende Dienstleistungen im Care-Bereich orientieren sich oft an den angenommenen Bedürfnissen einer ‚Mehrheitsgesellschaft‘. Für marginalisierte und besonders vulnerable Gruppen sind sie oft schwer zugänglich – entweder weil es sprachliche, physische oder sonstige Barrieren gibt, oder weil die Angebote spezifische Anliegen schlicht nicht abbilden. Queere, be_hinderte, rassifizierte Communities setzen schon lange notgedrungen auf Selbstorganisierung, oft unter prekären Bedingungen. Welche wegweisenden Angebote gibt es bereits, die es auszuweiten und für alle abzusichern gilt? Und wie kann eine solidarische Sorge- und Gesundheitspolitik aussehen, die die Diversität von Unterstützungsbedarfen zum Ausgangspunkt nimmt und darin nach gemeinsamen Handlungsräumen sucht?
Mit Solveïg Hochmann von disability & mad pride Bonn, Kirsten Schubert vom Gesundheitskollektiv Neukölln, Paola Suárez (CO), Kleo Becker & Chris Neuffer von Konzeptwerk Neue Ökonomie