Klima

Der Klimawandel ist ein Gerechtigkeitsproblem.

In Deutschland herrscht Dürre, es kommt zu riesigen Ernteausfällen. In Schweden, Griechenland und den USA brennen die Wälder. Wenn es einmal regnet, sorgen starke Regenfälle für Überschwemmungen. Der Klimawandel ist bereits Realität, 16 der 17 heißesten Jahre der Menschheitsgeschichte passierten in den letzten 18 Jahren.

Was jetzt in den Industrieländern sichtbar wird, ist in anderen Teilen der Erde schon länger bittere Realität: Bangladesch kann sich nicht vor Überschwemmungen schützen, wie es die Niederlande kann. Eine Dürre in Somalia führt anders als in Deutschland zu einer Hungersnot. Derzeit liegt der ökologische Fußabdruck von Deutschen so hoch, als gäbe es zwei Reserve-Planeten. Die Menschen im globalen Süden leiden am Meisten unter der Klimakrise, obwohl sie am wenigsten dazu beigetragen haben. Die Klimakrise bedroht damit nicht nur das Überleben der Menschen, sie ist auch ein riesiges Gerechtigkeitsproblem.

Wir müssen sehr schnell handeln. Im globalen Norden braucht es eine Abkehr vom ewigen Wirtschaftswachstum. Denn bisher werden alle Einsparungen von Treibhausgasen durch effizientere Technologien mit steigender Wirtschaftsleistung wieder zunichte macht. Es geht darum, falsche Lösungen wie Geo-Engineering und Emissionsmärkte zu verhindern und Alternativen zu entwickeln: Gemeinsam erzeugte erneuerbare Energien und geringerer Verbrauch; kleinbäuerliche, ökologische Landwirtschaft; autofreie Städte und ein gutes Zugnetz statt neuer Flughäfen. Und nicht zuletzt müssen diejenigen, die am meisten zur Klimakrise beigetragen haben, ihre historischen Schulden eingestehen.

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Ist Klimagerechtigkeit wählbar?

Wir haben 2021 die Wahlprogramme der fünf großen demokratischen Parteien aus einer Klimagerechtigkeitsperspektive untersucht. Die Analyse ist keine Wahlempfehlung für eine bestimmte Partei. Wir wollen stattdessen zeigen, welche politischen Maßnahmen für eine klimagerechte Gesellschaft notwendig wären und wie groß der Unterschied zu dem ist, was in Deutschland als „Klimapolitik“ diskutiert wird.

Sofortprogramm Klimagerechtigkeit

Verschiedene Bündnisse der Klimagerechtigkeitsbewegung haben ein „Sofortprogramm Klimagerechtigkeit“ entwickelt. Wir finden die Vorschläge einen zukunftsweisenden Diskussionsaufschlag und veröffentlichen sie daher hier.

Mitschnitt: Global Climate Justice in these times

Im Rahmen der online Veranstaltung „Klimacamp 3.1.“ haben wir das Podium „Global Climate Justice in these times“ organisiert. Falls ihr es verpasst habt, findet ihr hier die Aufzeichnung – reinschauen lohnt sich.

Über die globalen Folgen von Corona, die konkreten Auswirkungen auf lokale Klimakämpfe in verschiedenen Teilen der Welt und die Bedeutung von Solidarität sprechen Vaishali Patil, Heather Milton-Lightening und Linda Schneider.

Publikationen zum Thema

Cover der Wahlprogrammanalyse

Ist Klimagerechtigkeit wählbar?
Eine Wahlprogrammanalyse

Wir haben die Wahlprogramme der fünf großen demokratischen Parteien aus Klimagerechtigkeitsperspektive analysiert um festzustellen, inwiefern sie eine transformative, mit der 1,5°C-Grenze konforme Politik anstreben oder auf ein „Weiter so“ mit grünem Anstrich setzen.
Das Ergebnis zeigt: Klimagerechtigkeit ist nicht wählbar, Klimazerstörung hingegen schon!
Mit der Analyse möchten wir sichtbar machen, wo sich der unzureichende parteipolitische Mainstream-Diskurs derzeit befindet, relativ zu dem für Klimagerechtigkeit notwendigen. Und wir zeigen auf, welche Maßnahmen es zur Bewältigung der Klimakrise wirklich bräuchte.

A Societal Transformation Scenario for Staying Below 1.5°C

Das “Societal Transfomation Scenario” ist ein globales 1,5°C-Minderungsszenario, das die Vorstellung eines fortwährenden globalen Wirtschaftswachstums und seine Vereinbarkeit mit ehrgeizigen Klimazielen wie der 1,5°C-Grenze in Frage stellt. Es zeigt, wie wir durch eine Verringerung der Produktion und des Verbrauchs im globalen Norden unter 1,5°C bleiben können, ohne auf risikoreiche Technologien wie CCS, Geo-Engineering und Nukleartechnik zurückzugreifen und gleichzeitig ein Überschwingen der Temperatur zu vermeiden.

Von Kai Kuhnhenn, Luis Costa, Eva Mahnke, Linda Schneider and Steffen Lange (Autor*innen); Heinrich-Böll-Stiftung, Konzeptwerk Neue Ökonomie (Hrsg.), 2020

Solidarisch, klimagerecht & selbstbestimmt

Diese Broschüre ist ein utopischer Ausblick auf das Dorf Pödelwitz im Jahr 2025: Wie haben sich die Region und das Dorf seit der Rettung von Pödelwitz und der Einleitung des Kohleausstiegs entwickelt? Welche Prozesse hin zu einer sozialökologischen und gerechten Transformation sind im Rahmen des Strukturwandels im Gange? Welche klimapolitischen Weichen wurden gestellt und welche Maßnahmen zur Einhaltung der 1,5°C-Grenze des Pariser Klimaabkommens wurden umgesetzt? Wie geht es weiter?

Von Josephine Kellert, Ruth Krohn, Konzeptwerk Neue Ökonomie, 2020

Kurzfilm zum Thema

Die Bagger, die Dörfer, das Klima

#AlleDörferBleiben: Infofilme zu Perspektiven der Tagebau-Betroffenen.

Nach dem Kohleausstiegsgesetz sollen noch fünf Dörfer im Rheinischen Revier abgebaggert werden, um die klimaschädliche Braunkohle zu fördern. Über die Situation der Menschen im Rheiderland und Tagebau-Betroffener in anderen Regionen haben wir drei Infofilme gedreht.

Folge 1: Das Rheinland

Folge 2: Das Leipziger Land

Folge 3: Die Lausitz

Dieses Projekt wird mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union realisiert. Für den Inhalt des Projekts ist ausschließlich das Konzeptwerk Neue Ökonomie verantwortlich und es gibt nicht die Position der Europäischen Union wieder.

Bildungsmethoden zum Thema

Wir haben verschiedene Bildungsmethoden entwickelt, die auch für die Auseinandersetzung mit dem Thema Klimagerechtigkeit geeignet sind – passend für die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie für die Erwachsenenbildung. Alle Methoden stehen auf unserem Methodenportal endlich-wachstum.de zum kostenlosen Download bereit.

Die ökologischen Grenzen der Erde.

In Kleingruppen Bilder zuordnen.

Ein aktiver Vortrag.

Eine Talkshow zum Thema nachhaltiges Wachstum.

Kleine Alltagsgeschichte zu unserem Erdölkonsum.

Rebound-Effekte an Beispielen verstehen.