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Migration

Selbstbestimmung stärken, Bewegungsfreiheit ermöglichen.

2015 setzten flüchtende Menschen die europäischen Außengrenzen vorübergehend außer Kraft. Seit diesem „Sommer der Migration“ wird in Europa verstärkt über Migration, Flucht und Rassismus diskutiert. Geprägt werden die Debatten allerdings nicht von den betroffenen Menschen selbst, sondern von Rechtspopulist*innen und Regierungen. Ihr Hauptziel: Migration von vornherein zu verhindern und als illegal zu brandmarken. Ihre Schlagworte: Migrationskontrolle, Obergrenzen oder eine angeblich fehlende Integrationsbereitschaft.

Mit unserer Arbeit setzen wir uns gegen Rassismus und Abschottung und für globale Gerechtigkeit und Bewegungsfreiheit ein. Nicht nur, weil jede Person das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben hat – was die freie Wahl des Wohnortes beinhaltet. Sondern auch, weil der heutige Wohlstand in Europa nur existiert, weil die Länder des globalen Südens jahrhundertelang ausgebeutet wurden. Dieser Kolonialismus wirkt bis heute: Ohne umfassenden Ressourcenabbau, miserable Arbeitsbedingungen, Naturzerstörung und Waffengewalt wären der Konsum und Reichtum des globalen Nordens in seiner jetzigen Form nicht möglich.

Wir stehen für selbstbestimmte Gesellschaften, Bewegungsfreiheit und globale Solidarität. Eine andere Ökonomie, welche die wirklichen Fluchtursachen abschafft, ist ein Teil hiervon.

Warum Migration für uns ein Thema ist

Die Fluchtbewegungen halten uns vor Augen: Ein gutes Leben ist in vielen Ländern kaum möglich. Dabei ist Flucht ein politischer Akt, die dominierenden Machtverhältnisse und Verteilungsungleichheiten zu durchbrechen und sich Teilhabe am Wohlstand anzueignen.

Selbstbestimmt und solidarisch!

2017 haben wir eine Konferenz zu „Migration, Entwicklung und ökologischer Krise“ mitorganisiert. Beteiligt waren 700 Menschen aus verschiedenen aktivistischen Zusammenhängen. Hier geht es zur Dokumentation der Konferenz.

"Entwicklung ist eine Fata Morgana"

Wie sollte man über Fluchtursachen sprechen? Im Vorfeld der Konferenz „Selbstbestimmt und solidarisch!“ hat unser Mitarbeiter Matthias Schmelzer den Ökonomen und Aktivisten Alberto Acosta interviewt. Das Interview ist im Freitag erschienen.

Video: Selbstbestimmt & Solidarisch!
Konferenz zu Migration, Entwicklung und ökologischer Krise

Bildungsmethoden zum Thema

Rund um das Thema Migration haben wir verschiedene Bildungsmethoden erarbeitet – geeignet für die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie für die Erwachsenenbildung. Alle Methoden stehen auf unserem Methodenportal endlich-wachstum.de zum kostenlosen Download bereit.

Wem steht die Welt offen?

Ein Privilegientest zu Flucht und Bewegungsfreiheit.

Warum Menschen fliehen

Mysterys zu Zusammenhängen von Wirtschaft und Flucht.

Von Arabica bis Robusta

Eine kritische Reflexion der kolonialen Geschichte von Kaffee.

Gutes Leben kann es nur für alle geben

Analyse eines Interviews zu globalen Entwicklungsperspektiven.

Open Localism

Ein Gedankenexperiment zu regionalen Wirtschaftskreisläufen.

Stimmen aus dem Süden

Ein Gruppenpuzzle zu wachstumskritischen Positionen.

Referent*in gesucht?

Fragen Sie uns an, wenn Sie eine Veranstaltung zum Thema planen.