Foto: Tim Wagner

Unsere ökologische und antirassistische Bildungsarbeit in Sachsen

09. Mai 2019

Die Stiftung Nord-Süd-Brücken fördert mit ihrem Programm „Weltoffen – Solidarisch – Dialogisch“ 17 Projekte in Ostdeutschland, die sich auf vielfältige Weise für eine nachhaltige, rassismusfreie und weltoffene Gesellschaft einsetzen. Neben der Unterstützung von Vereinen, die mit Geflüchteten, Kommunen und Initiativen zusammenarbeiten, fördert das Programm Projekte, die sich mit der Umsetzung nachhaltiger Entwicklungsziele in der Stadt und im ländlichen Raum beschäftigen. Mit unserer Bildungsarbeit sind wir Teil des Programms. Wir wollen die gesellschaftliche Entwicklung in Sachsen mit unserer Arbeit auf drei Arten mitgestalten:

 

Lernen für den Wandel

Wir bieten Workshops, Fortbildungen und Kommunikationstrainings für Freiwilligendienstleistende und Multiplikator*innen an, in denen wir die globalen Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Fluchtursachen und Rassismus beleuchten. Wir diskutieren gemeinsam wie sozial-ökologische Probleme mit globalen Machtverhältnissen zusammenhängen.

 

Vor Ort in Leipzig-Grünau

Die konkrete Arbeit für eine andere Gesellschaft beginnt vor unserer Haustür: Im Stadtteil Leipzig-Grünau wollen wir mit bereits aktiven Vereinen und Initiativen, die sich für eine nachhaltige Stadtentwicklung und ein solidarisches Miteinander einsetzen, in Kontakt kommen und sie bei der Bearbeitung aktueller Herausforderungen unterstützen. Wir wollen mit unseren Bildungsangeboten und der Stadtteilarbeit langfristig Menschen in Grünau erreichen, Begegnungsräume schaffen und lokale Probleme mit den Fragen um eine „imperiale Lebensweise“ und „globale Solidarität“ verbinden. Wir streben vertrauensbildende Dialogformate an, die die Menschen vor Ort ansprechen.

Aktuell organisieren wir etwa eine Fotoausstellung zum Thema Flucht, schieben die Gründung eines Repair-Cafés in Grünau an und planen Beiträge im Rahmen des Grünauer Kultursommers.

 

Was kommt nach der Kohle?

Mit dem Klimateam des Konzeptwerks organisieren wir eine Dialogreihe zum Leben und Strukturwandel im Leipziger Braunkohlerevier. Wir wollen Räume öffnen, in denen vom Braunkohleabbau betroffene Personen gemeinsam ihre Wünsche zur Zukunft der Region aushandeln und Ideen für ganz konkrete Projekte entwickeln können. So soll eine langfristige Perspektive entstehen, wie ein gutes Leben der Menschen im Kohlerevier mit einem guten Leben der Menschen in anderen Weltregionen vereinbar ist.

Ein Projekt von Jona Blum, Christoph Sanders, Michael Lieber, Julian Wortmann und Kathrin Althaus.