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Die algorithmische Zukunft der Medien – Wie digitale Medien und Algorithmen die Öffentlichkeit neu gestalten

31. März | 18:00 bis 20:00

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In dieser Podiumsdiskussion wollen wir der Frage nachgehen, inwiefern soziale Medien (insbesondere Plattformen wie Facebook und Twitter) die Neugestaltung der Öffentlichkeit antreiben. Die Entstehung der sozialen Medien hat nicht nur die herkömmlichen Muster des Medienkonsums verändert, sondern auch die Praxis der redaktionellen Arbeit: so werden zum Beispiel Journalist*innen gezwungen, sich an die Standards der neuen Plattformen anzupassen. Wenn sich der primäre Ort des gesellschaftlichen Diskurses in digitalen Räume verschiebt, in welchem Verhältnis stehen Journalismus und teilautomatisierte Aufgaben wie Content-Moderation und Community-Management?

Die Gefahren einer datengetriebenen und profitorientierten Strukturierung des „öffentlichen Raums“ – real handelt es sich dabei um private Räume in der Hand von Techkonzernen – wurden in den letzten, politisch turbulenten Jahren durch Debatten über Filterblasen deutlich sichtbarer. Die Ausbreitung prekärer Arbeit (zum Beispiel bei sogenannten Clickworkern) hingegen nicht: im Maschinenraum der Medienplattformen muss das wachsende digitale Prekariat versteckt hinter Algorithmen malochen. Während eine Flut von Fake News die journalistische Arbeit verschlingt, bildet sich in den dunklen Räumen der unkreativen Heimarbeit die neue gefährliche Klasse? Liegt dort die Macht, Medienplattformen zu erobern und informationelle Selbstbestimmung für alle zu erkämpfen? Kann das Internet sein Versprechen der 90er Jahre endlich erfüllen, Keimzelle einer globalen, freien Gesellschaft zu sein?

Wir wollen gemeinsam nach vorne denken und nach Auswegen aus Filterblasen und algorithmischer Entfremdung suchen. Dabei sind viele Fragen noch offen. Welche Entwürfe, vom Plattformkooperativismus bis hin zur Vergesellschaftung, zeigen uns wohin es gehen könnte? Welche digitalen Medien sollte sich eine Gesellschaft überhaupt wünschen, die nach sozialer und ökologischer Gerechtigkeit strebt und die Debatte um soziale und ökologische Krisen demokratisch führen will?

Auf Grund von Corona wird das Podium online stattfinden. Ihr könnt per Zoom teilnehmen und im Anschluss an das Podium Rückfragen stellen oder die Veranstaltung im Youtube-Livestream verfolgen.

Mit
Nina Scholz, Journalistin
Sebastian Sevignani, Universität Jena
Moderation: Ronja Morgenthaler

Zoom-Raum-ID: 844 1433 4222

 

Details

Datum:
31. März
Zeit:
18:00 bis 20:00

Veranstaltungsort

Zoom